15.05.2009
GenerativitätDer aus der Biologie stammende Begriff wurde von Erik H. Erikson (Psychoanalytiker) der dieses menschliche Streben bereits in den 1950-er Jahren auf das Verhalten von Menschen im Hinblick auf die Frage nach Sinngebung übertragen und wie folgt kurz umschrieben hat: Das Interesse an der Stiftung und Erziehung der nächsten Generation.Andere Soziologen und Psychologen fassten den Gedanken in etwa so::Das Bedürfnis, die eigene Substanz in Formen von Leben und Werk einzubringen, die das Selbst überleben.Die Kraft, die allen menschlichen Formen der Reproduktion zugrunde liegt, von der biologischen bis hin zu der geistigen.Wir unterscheiden vier einander ergänzende Dimensionen:Biologisch: Das Übertragen von LebenssubstanzSozial: Das Einbinden in das soziale SystemTechnisch: Das Befähigen zur Teilhabe an WertschöpfungsprozessenKulturell: Die Weitergabe eines Bedeutungssystems Das Generative zeigt seine Bedeutung insbesondere bei biographischen Umbrüchen, wie zum Beispiel Veränderungen im Berufsleben, Übergänge im Familienleben aber auch bei der Nachfolge im Unternehmen. Natürlich stehen nicht alle Dimensionen in den unterschiedlichen Kontexten gleichrangig neben einander. Sie in ihrer jeweiligen Wirksamkeit bei der Begleitung von Transformati-onsprozessen zu berücksichtigen, hilft bei der Struktureirung durch den Coach, ist aber viel wichtiger für die betroffene Person bei der Sinnsuche und der Annahme der Herausforderun-gen und dem Umgang mit erkennbar gewordenen Auswegen.Pliezhausen, am 07.05.2009Martien Elderhorst

